• images/zufallsbild/kaiserhaus ii.jpg
  • images/zufallsbild/kaiserhaus.jpg
  • images/zufallsbild/kuppel.jpg
  • images/zufallsbild/kuppelgangauge.jpg
  • images/zufallsbild/ldershaus.jpg
  • images/zufallsbild/panorama.jpg
  • images/zufallsbild/paris testii.jpg
  • images/zufallsbild/spree.jpg
  • images/zufallsbild/tanneundaufgang.jpg
  • images/zufallsbild/westportal.jpg

Standpunkt: Historische Entscheidungen - Abschied von den Pflichtdiensten in Deutschland

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDrucken

Freitag, den 25. März 2011 um 10:03 Uhr

Die Geschichtsschreiber haben es schon registriert: Der 24. März des Jahres 2011 bekommt einen besonderen historischen Platz. Binnen weniger Stunden haben wir uns im Bundestag mit Mehrheit von bewährten Pflichtdiensten verabschiedet. Die Wehrpflicht ist ausgesetzt. Und der im Laufe eines halben Jahrhunderts liebgewordene Zivildienst ist ab 1. Juli ebenfalls Geschichte. Welche tatsächliche Tragweite beide Fakten für unsere Gesellschaft haben werden, ist derzeit noch unklar.

Das Thema Freiwilligkeit besitzt plötzlich für uns alle, und vor allem für die jungen Generationen, eine völlig neue Dimension. Die Freiwilligkeit für den Dienst in der Gesellschaft steht fortan auf dem Prüfstand. Der Alltag wird nun offenbaren, welchen Stellenwert der Dienst am Nächsten tatsächlich besitzt. Der Ausgang ist offen. Wie gehen wir nun alle mit dem Wegfall des Zwanges um? Sehen wir die neue Situation als Chance!

Der neue Bundesfreiwilligendienst als Zivi-Nachfolger bietet nicht nur jungen Leuten eine weitere Möglichkeit, unser Gemeinwesen mitzugestalten und sich bürgerschaftlich zu engagieren. Er wird Männern und Frauen jeden Alters offen stehen. Die Dauer soll mindestens sechs und höchstens 24 Monate betragen. Der Bund unterstützt parallel die Länder beim Ausbau der bereits bestehenden Jugendfreiwilligendienste. Das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr sollen noch intensiver gefördert werden. Die gemeinsame Hoffnung ist, dass am Ende die unterschiedlichen Angebote gleich attraktiv sind. Allerdings müssen wir bis zum eigentlichen Start des Bundesfreiwilligendienstes noch einige Ungereimtheiten, so beispielsweise beim Thema Kindergeld, aus der Welt schaffen.

Mit dem Wehrrechtsänderungsgesetz 2011 und der Aussetzung der Allgemeinen Wehrpflicht haben wir am 24. März im Parlament für die Bundeswehr quasi einen Quantensprung beschlossen. Die Bundeswehr steht somit vor neuen Herausforderungen. Es ist zweifelsohne ein erster und wichtiger Schritt auf dem eingeschlagenen Weg zur Reformierung der Bundeswehr. Wir haben künftig eine Armee, die in besonderer Weise von Freiwilligkeit getragen werden muss. Die Gesellschaft sollte für den Freiwilligendienst eine neue Kultur der Anerkennung entwickeln.

Unsere einschneidenden Beschlüsse besitzen mit Sicherheit eine große Nachhaltigkeit. Diese Zuversicht lässt sich heute noch nicht in konkreten Fakten darstellen. Eines ist jedoch klar: Wer die Freiheit nach dem Ende der Pflichtdienste für sich aktiv nutzt und mitmacht, der ist nicht nur freiwillig dabei. Er ist motiviert. Und genau das ist es, was wir für den Zusammenhalt der Gesellschaft brauchen!


Rechte Navigationsleiste

 


Banner


Termine im Wahlkreis

Termine in Berlin

Union Magazin

Banner

CDU.TV

Banner

Unser Land...

Banner


 
 
© Katharina Landgraf - für Sie im Bundestag 2012